Offensive Tanz

Symposium

"Wer ist unser Publikum?"

PURPLE – Internationales Tanzfestival für junges Publikum

Mo, 10.05.2021

digital

Weitere Termine

Tue, 11.05.2021, 15:00 Uhr

Wed, 12.05.2021, 15:00 Uhr

"Wer ist unser Publikum?"

Interdisziplinäres Fachsymposium zum Thema: „Wer ist unser Publikum?
Wie und wo erreichen wir Kinder und Jugendliche am besten?“

Das zweite Fachsymposium der Offensive Tanz für junges Publikum (OfTa), organisiert vom Kooperationspartner PURPLE - Internationales Tanzfestival für junges Publikum, beschäftigt sich mit der Frage, wie man Kinder - und Jugendliche als Publikum für die Künste gewinnen kann. Der Zeitgenössische Tanz bildet hierbei einen Schwerpunkt. Basierend auf den Ergebnissen der Online-Befragungen im Rahmen der Publikumsforschung, die im Jahresverlauf 2020 durchgeführt wurde, gliedert sich das Symposium in drei Themenkomplexe zu den übergeordneten Fragestellungen:
„Wer sind unsere Publika? Wie und wo erreichen wir sie am besten?“.

Programm

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10.05. 15.00h – 18.30h:

1. Tag: Kunst–Bildung–Schule

Für die Gewinnung und nachhaltige Bindung eines breiten Publikums ist die Kooperation mit Kitas und Schulen unabdingbar. Besuche von kulturellen Veranstaltungen und kulturelle Bildung sind im Rahmen einer ganzheitlichen Bildung für die Entwicklungsprozesse bei Kindern und Jugendlichen inzwischen anerkannt. Dabei bestimmen die verschiedenen Auffassung von Bildungsprozessen und Lernerfahrungen die Methoden der kulturellen und künstlerischen Jugendarbeit.

Welchen Stellenwert hat Kunst im deutschen Bildungssystem und welche Rolle spielt dabei die Einbindung der Lehrpläne? Wer entscheidet, welche Kunstformen überhaupt besucht werden? Welche Rolle spielt kulturelle Bildung innerhalb der Ausbildung junger Erzieher*innen und Lehrer*innen? Welche Akzeptanz hat die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur unabhängig vom Lehrplan? Wo müssen Kultur- und Bildungsinstitutionen stärker zusammenarbeiten?

Zusammen mit Vertreter*innen aus Bildungseinrichtungen, Kulturpolitik und Akteur*innen der kulturellen Bildung sollen Potenziale, Bedarfe und Probleme ermittelt werden.

11.05. 15.00h – 18.30h:

2. Tag: Kunst–Freizeit–Teilhabe

Auch außerhalb der Bildungsinstitutionen besitzen kulturelle Aktivitäten und Prozesse eine hohe Relevanz. Sowohl kulturelle Freizeitformate als auch Angebote mit künstlerischem oder pädagogischem Schwerpunkt streben an, Kinder und Jugendliche in ihrem privaten Umfeld zu erreichen und sie für die jeweiligen Themen zu begeistern. Aspekte und Fragen der Teilhabe für ein möglichst diverses Publikum bilden dabei die gemeinsame Schnittstelle.

Welchen Wert haben Kunst und Kultur bei der Freizeitgestaltung der Familien? Wie und wodurch lassen sich diverse Jugendliche für Teilhabe an Kunst und Kultur in ihrer Freizeit begeistern? Welche Formen der Zusammenarbeit bedarf es zwischen den Institutionen und Disziplinen? Wie können Tanzprojekte und Tanzaufführungen möglichst viele Kinder und Jugendliche erreichen? Wie gestalten Freizeitanbieter die Themen Chancengleichheit und allgemeine Teilhabe? Was können die Institutionen und Akteur*innen eine Teilhabefunktion realisieren?

Diese Fragen diskutieren Veranstalter*innen und verschiedene kulturelle Jugendeinrichtungen mit Forschenden und Künstler*innen aus der Praxis.

12.05. 15.00h–18.30h:

3. Tag: Kunst–Kommunikation–Digitale Medien

Formen der Öffentlichkeitsarbeit sind grundlegende Voraussetzungen, um sein Publikum zu erreichen und zu motivieren. Dabei sind digitale und soziale Medien ein wesentlicher Bestandteil des Alltags, nicht nur von jungen Menschen. Eine zunehmende Erweiterung der Praktiken in den digitalen Raum öffnet neue Wege und birgt ebenso Risiken.

Wodurch fühlen sich Jugendliche von kulturellen Angeboten angesprochen? Welche Strategien der Öffentlichkeitsarbeit gibt es, um Jugendliche zu erreichen? Wie kann Relevanz zu deren Lebensbereichen aufgebaut und vermittelt werden? Wie können digitale Medien produktiv für Öffentlichkeitsarbeit und Vermittlung genutzt werden? Welche Chancen und Risiken birgt die Verlagerung in die Sozialen Medien?

Medienwissenschaftler, Öffentlichkeitsarbeiter*innen, Influencer*innen, junge Journalist*innen und natürlich Vertreter*innen der jugendlichen Zielgruppe verhandeln diese Fragen- und Themenstellung aus ihren jeweiligen Erfahrungen und Perspektiven. Dabei werden Methoden und Konzepte in den Kleingruppen gemeinsam erarbeitet und diskutiert.