Künstlerische Forschung & Diskurs
Wir haben uns der qualitativen Weiterentwicklung der Kunstform Junger Tanz verschrieben. Wichtiger Baustein sind hier Formate zur künstlerischen Forschung/Recherche. Unsere Ateliers zeichnen sich dadurch aus, dass künstlerische Forschungsfragen gemeinsam mit Kindern untersucht werden. In Laboren wiederum recherchieren Künstler*innen in einem offenen Probensetting, zu dem punktuell junges Publikum eingeladen wird.
Im Jahr 2026 haben wir zum ersten Mal die Möglichkeit, eine Residenz anzubieten: In Kooperation mit dem FELD Theater vergeben wir einen Forschungsauftrag im Bereich “Intergenerationelle Theaterarbeit”.
Allen Formaten ist gemeinsam, ohne Premierendruck einer Fragestellung nachgehen zu können. Dies steigert die Experimentierfreude, führt zu unerwarteten Allianzen, verschiebt ästhetische Grenzen: Auf diese Weise entstehen qualitativ hochwertige und mutige Arbeiten. Aufträge vergeben wir an Berliner Künstler*innen sowie transnationale Teams.
Die künstlerische Arbeit ist in Diskurs- und Weiterbildungsveranstaltungen eingebettet. Wir sind überzeugt, dass ästhetische Exzellenz zu fördern auch bedeutet, an aktuellen, relevanten Diskursen anzudocken und diese zu vertiefen. In diesem Sinne veranstalten wir Fachtage und Symposiumsveranstaltungen (z.B. im Rahmen des FRATZ Symposiums). Des Weiteren haben wir in 2025 die Programmreihe Werkstätten Junger Tanz gestartet - sie macht spezifische Arbeitsfelder zum Thema und richtet sich an Tanzschaffende, Multiplikator:innen und Vermittler:innen.
In unserem Blog erscheinen regelmäßig Texte von Expert:innen und jungen Perspektiven zu den verhandelten Themen.
Aktuelle Termine zum Thema Forschung & Diskurs
Residenz "Zwischen den Generationen"
Künstlerische Forschung im Bereich Tanz für die Jüngsten, Kooperation mit Feld Theater für junges Publikum
Intergenerationelle Ansätze im Jungen Tanz
Fachaustausch & Diskurs FRATZ International 2026
Renae Shadler & Camille Lacadée: ATELIER "Schieben, Schwingen, Spielen"
Künstlerische Forschung & Diskurs FRATZ International 2026
Young Dance Network (ASSITEJ)
Brennende Fragen an Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft FRATZ International 2026
Abgeschlossene Projekte
Nasheeka Nedsreal und Cintia Rangel forschten 2021 zur Frage, wie dekoloniale Ansätze in der Arbeit für ein sehr junges Publikum umgesetzt werden können. Dies mündete in der Inszenierung „Flip-Flop“, die den Berliner IKARUS-Preis der Fachjury als bestes Kinderstück gewann und international tourt. Weitere Labore waren “Die Superkräfte der bisher nicht-gefeierten Superheld*innen - aka Queerlab” (2020) mit Caroline Alves, Iury Salustiano Trojaborg, Mareike Jung sowie “TAH DAM!” (2020) mit ASSITEJ South Africa. Diskursveranstaltungen hierzu fanden z.B. im Rahmen des Symposiums “Race – Class – Gender” / FRATZ International 2020 statt.
Bisherige Fachtage waren zum Beispiel: “Die Grenzen verwischen” (2023) - Austausch zu generationenübergreifendem Tanz und den Umgang mit Altersangaben mit Theater o.N.; “Junges Blut” (2023) - Perspektiven auf Tanz für junges Publikum in der Ausbildung mit Tanzkomplizen; Equity im Tanz (2023): Strategien für machtkritische Diversität im Tanz; “The Other Body? Fachtag zu Tanz und Rassismus” (2020) kuratiert von Nora Amin mit Tanzkomplizen.


